Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die Klasse 10A heute die Ausstellung „HOLO-VOICES“ auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen. Das Projekt verbindet historische Bildungsarbeit mit innovativer Technologie und stellt jüdische Überlebende des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt.
Digitale Zeitzeugnisse
Grundlage der Ausstellung sind ausführliche Interviews mit Holocaust-Überlebenden. Aus diesen Gesprächen wurden digitale, dreidimensionale Projektionen entwickelt, die es ermöglichen, den Berichten in einer besonders direkten Form zu begegnen. Die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen stellen und erhielten auf Basis der aufgezeichneten Aussagen passende Antworten. Dadurch entstand eine dialogähnliche Situation, die weit über eine klassische Museumspräsentation hinausgeht.
Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter
Ziel des Projekts ist es, die persönlichen Erfahrungen der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen langfristig zugänglich zu machen – auch für kommende Generationen. Gerade weil immer weniger Überlebende selbst von ihren Erlebnissen berichten können, gewinnt diese Form der digitalen Dokumentation zunehmend an Bedeutung.
Ergänzend setzt sich die Ausstellung mit der Verfolgung jüdischer Menschen während des Zweiten Weltkriegs sowie mit regionalen Bezügen zur NS-Zeit auseinander. Für die Klasse bot der Besuch eine wertvolle Vertiefung der Unterrichtsinhalte zum Nationalsozialismus und zur heutigen Erinnerungskultur.
Die Exkursion machte deutlich, wie moderne Technik dazu beitragen kann, historische Verantwortung wachzuhalten und Empathie für die Schicksale der Betroffenen zu fördern.
